HSG Kahl/Kleinostheim gegen FSG Bürgstadt/Kirchzell II: Damen 2 fordert den Vorjahresmeister lange Zeit heraus
Ausgeglichene Anfangsphase in Kahl
Zum ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison musste die zweite Damenmannschaft der FSG Bürgstadt/Kirchzell beim amtierenden Vorjahresmeister, der HSG Kahl/Kleinostheim, antreten. In der Waldseehalle Kahl entwickelte sich von Beginn an die erwartet anspruchsvolle Begegnung gegen einen der Favoriten der Bezirksoberliga. Die Gastgeberinnen setzten sich am Ende mit 33:28 durch, mussten für diesen Erfolg jedoch lange kämpfen.
Die FSG erwischte einen guten Start und hielt sofort dagegen. Keine Mannschaft konnte sich in den ersten Minuten entscheidend absetzen. Während die Gastgeberinnen immer wieder über ihre individuelle Klasse zu Toren kamen, zeigte die FSG im Angriff eine überzeugende Leistung. Mit viel Bewegung, variablen Angriffskombinationen und sehenswerten Abschlüssen fanden die Gäste immer wieder die richtigen Lösungen gegen die Abwehr der HSG Kahl/Kleinostheim.
Starker Angriff gleicht Schwächen in der Defensive aus
Trotz der guten Offensivleistung hatte die FSG in der ersten Halbzeit vor allem in der Defensive Probleme. Das Verschieben in der Abwehr funktionierte nicht immer konsequent genug, wodurch die Gastgeberinnen wiederholt zu einfachen Torerfolgen kamen. Dennoch gelang es der Mannschaft, sich von diesen Schwächen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
Angeführt von einer treffsicheren Offensive blieb die FSG stets auf Tuchfühlung und konnte Rückstände immer wieder ausgleichen. Die Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche und temporeiche Partie, in der sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch lieferten. Kurz vor dem Seitenwechsel konnte sich die HSG zwar einen knappen Vorteil sichern, mit einem 19:18 ging es jedoch in die Halbzeitpause. Die Begegnung war damit vollkommen offen.
Deutliche Steigerung nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die FSG insbesondere im Abwehrverbund deutlich verbessert. Die Laufwege wurden konsequenter zugestellt und die Abstimmung in der Defensive funktionierte nun wesentlich besser als noch im ersten Durchgang. Dadurch gelang es, die Angriffe des Vorjahresmeisters häufiger zu unterbrechen und das Spiel weiterhin ausgeglichen zu gestalten.
Bis weit in die zweite Halbzeit hinein begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die FSG zeigte großen Einsatz und bewies, dass sie auch gegen einen der stärksten Gegner der Liga mithalten kann. Bis zur 45. Minute blieb die Partie spannend und ausgeglichen, ohne dass sich ein Team entscheidend absetzen konnte.
Vorentscheidung in Unterzahl innerhalb 5 Minuten
Die spielentscheidende Phase folgte anschließend. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen die FSG nutzten die Gastgeberinnen ihre Überzahl konsequent aus. Innerhalb weniger Minuten gelang es der HSG Kahl/Kleinostheim, den zuvor knappen Vorsprung entscheidend auszubauen. Mit einem 4:0-Lauf setzte sich der Vorjahresmeister auf fünf Tore ab und stellte damit die Weichen auf Sieg.
Dieser Rückstand erwies sich letztlich als zu groß. Zwar zeigte die FSG Kampfgeist sowie Moral und fand nach der Schwächephase wieder in die Partie zurück, doch die Gastgeberinnen ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Die FSG kämpften bis zum Schlusspfiff, konnten den Abstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen.
Viel Positives trotz Niederlage
Auch wenn am Ende eine 28:33-Niederlage auf der Anzeigetafel stand, kann die FSG viele positive Erkenntnisse aus dieser Begegnung mitnehmen. Besonders die variable und torgefährliche Angriffsleistung sowie die deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit machen Mut für die kommenden Aufgaben. Gegen den Vorjahresmeister zeigte die Mannschaft über lange Strecken eine starke Leistung und bewies, dass sie auch mit den Spitzenteams der Liga mithalten kann.
Für die FSG 2 spielten:
Kunz Karin, Kolke Lena, Sommer Mira, Hofmann Vanessa (3), Kolbe Luna (3), Wolz Fabienne (1), Hofmann Hannah, Meisenzahl Lea Sophia, Haas Jana, Leis Aisha (1), Wörner Luana (10) Schmitt Tamara (2), Riegel Jennifer (8/3)
Markert Michelle (Tor)
